Das Gartenfest am 26. Juni 2005

 

Am Sonntag, dem 26. Juni 2005, veranstaltete die CGG Mülheim/Ruhr ein Gartenfest für ihre Mitglieder, Freund und Bekannten. Die Feier begann zuerst mit dem Gottesdienst im Saal des Gemeindehauses. Viele waren gekommen. Die Leitung des gesamten Gottesdienstes übernahm Siegfried Bedarf. Zuerst begrüßte er die Anwesenden ganz herzlich. Darunter befand sich ein besonderer Gast: Heinz-Detlef Kloppert, der Leiter der Evangelisch- Freikirchlichen Gemeinde, der das Gemeindehaus gehört. Siegfried bat ihn, den Stand der Renovierung des Gemeindehauses zu schildern. Der kleine Saal wurde gerade fertig gestellt, sieht mit dem Eiche-Parkettboden, der hölzernen Heizungsverkleidung, der Fensterdekoration und der leicht hellblau getönten Wandfarbe sehr schön aus. Der große Saal wird im Lauf des Jahres noch umgebaut: Aufarbeitung der Beleuchtung, Einbringen des Parkettbodens, Heizungsverkleidung, Fensterdekoration, Anstrich, völlige Neugestaltung der Bühne mit Taufbecken.

Nebenbei bemerkt: Das architektonisch sehr interessante Gemeindehaus der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde gehört als ehemaliges Casino zu einer der Sehenswürdigkeiten von Mülheim-Ruhr. Es wurde in Jahren 1841 und 1842 als Casino für öffentliche und private Feste erbaut. Auf der Wiese wirkt dieses zweigeschossige Gebäude zwischen den hohen Bäumen auf uns wie in kleines Schloss. Und auch an der Nordseite bietet die Hauptfassade einen imposanten Anblick.

Nach dieser Information zum derzeitigen Planungs- und Ausführungsstand führten die jungen Gehörlosen aus Lohmar ein kleines Theaterspiel durch. Sie hatten ihre Rollen im Gleichnis vom unbarmherzigen Knecht (Matthäus 18, 21 – 35) ganz überzeugt und auch lebendig dargestellt: Andreas Unruh (links) spielte den herzlosen Knecht, Rainer Miebach den jähzornigen König und Arthur Wall (Mitte) den armen Mitknecht. 

Daran angeknüpft hielt Fritz Pfitzinger eine Predigt über dieses Gleichnis. Sein Inhalt, zusammengefasst: Wer Gottes Barmherzigkeit kennt und erlebt hat, soll auch den anderen die Barmherzigkeit erweisen, auch wenn diese sich so bitter an ihn versündigt hatten. Jeder Gläubige soll grenzlose Vergebung üben, die den grenzlosen Hass der Welt umkehrt. Siebzig mal siebenmal bedeutet: Hör auf zu zählen, vergib immer! Wie viel mal hat Gott uns unsere Sünden vergeben? Wer keine Barmherzigkeit ausübt, sondern auf Gerechtigkeit pocht, erhält von Gott selbst keine Barmherzigkeit, sondern Gerechtigkeit (d.h. gerechte Strafe) durch Gericht. Wer nicht vergeben will, dem wird auch nicht vergeben werden. Wer sich weigert zu vergeben, muss sich fragen lassen, ob er wirklich wiedergeboren ist. Ein wahrhaft vergebendes Herz ist eine Frucht der geistlichen Wiedergeburt (Joh. 3,3).

Nach dem Gottesdienst wurde eine Spende für die Renovierung des Gemeindehauses gesammelt. Anschließend wurde das Gartenfest zunächst mit dem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen im Schatten der großen Bäume hinter dem Gemeindehaus gefeiert. Die fast halbkreisförmige Wiese hinter dem Gemeindehaus liegt am Ruhrufer unweit vom Wasserbahnhof. Sie wird von einem grünen Gürtel aus hohen Laubbäumen, Tannenbäumen und verschiedenen Büschen umsäumt. Hier spürten wir die frische Luft, die von den Bäumen geliefert und vom Ruhrwasser befeuchtet wurde.

Das große Büffet von selbst gebackenen und leckeren Kuchen wurde schnell geleert. Die Stimmung der Gäste war ausgezeichnet. Viele verwickelten sich in intensiven Unterhaltungen.

Den Höhepunkt des Gartenfestes bildeten die Gesellschaftsspiele. Arthur und Maria Wall leiteten ganz geschickt und gekonnt mehrere Gesellschaftsspiele, die uns viel Freude und Spaß bereiteten. Alt und jung machten mit. Alle waren begeistert. Ein Spiel von einigen: Zwei Reihen der Spielwilligen wurden aufgestellt. Jeder Spieler jeder Reihe hielt jeweils eine Wäscheklammer in der Hand. Der erste Spieler jeder Reihe bekam immer wieder einen neuen Bierdeckel und gab ihn mithilfe der Wäscheklammer nach hinten weiter, bis der letzte Spieler den Bierdeckel fallen ließ (siehe linkes Bild). Wenn aber der Bierdeckel unterwegs wegen der Ungeschicklichkeit auf den Boden schwebte, galt als verloren und durfte nicht wieder aufgehoben werden. Nach dem Spiel wurde für jede Reihe die Anzahl der Bierdeckel ermittelt. Welche Reihe die meisten Bierdeckel gesammelt hat, hat gewonnen.

Am Abend ließ die strömende saftige Grillluft uns das Wasser im Mund zusammenlaufen. Wir strömten zu den Grillgeräten und durften gegrillte Würste und Schinken mit verschiedenen Salaten in vollen Zügen genießen. Es schmeckte ausgezeichnet! Die Männer an Grillgeräten waren wirklich in ihrem Element!

Nach dem Abendessen fiel es uns schwer und dauerte lang, bis wir voneinander Abschied genommen hatten, nur einige blieben noch bis 21 Uhr auf der Wiese.

Wir dankten Gott für das gut gelungene und reich gesegnete Gartenfest! Es bleibt uns in schöner Erinnerung! Es ist auch schön, dass die hörgeschädigten Gläubigen von verschiedenen CGGen sich bei dieser Gelegenheit näher kennen gelernt haben! Auch die nichtchristlichen Gäste fühlten sich bei uns sehr wohl.

Hans-Holger Miebach