Darum sollt ihr also beten:
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld…
Und führe uns nicht in Versuchung.
Matthäusevangelium Kapitel 6, Verse 11-13
Ein neuer Blickwinkel
Mitten im Vater Unser steht der Satz:
Wie im Himmel, so auf Erden
Dieser Satz teilt das Vater Unser in zwei Hälften. Die erste Hälfte hat
mit dem Himmel zu tun, die zweite mit der Erde. In der ersten Hälfte lehrt
uns der Herr Jesus, um Gottes Willen zu beten. In der zweiten Hälfte lehrt
er uns für uns selber zu bitten. Martin Luther sagt:
Unser erste Sorge soll Gottes Ehre, sein Reich und sein Wille sein. Danach
dürfen daran denken, was wir brauchen. Jesus Christus sagte:
Gebt Gott und seine Sache den ersten Platz in eurem
Leben, dann wird euch Gott alles andere geben.
(Matthäusevangelium Kapitel 6, Vers 33 Hoffnung für
Alle)
Gott gibt uns, was wir brauchen
Wir Menschen brauchen verschiedene Dinge, um zu leben. Wir brauchen jeden
Tag etwas zu essen und zu trinken, wir brauchen warme Kleider und ein Dach
über dem Kopf. Unser himmlischer Vater will uns das alles geben. Paulus
schrieb:
Aus seinem Reichtum wird Gott euch alles geben, was
ihr zum Leben braucht. (Philipperbrief
Kapitel 4, Vers 19 Hoffnung für Alle)
Jemand hat gesagt:
Die wichtigsten Dinge im Leben kann man mit Geld
nicht kaufen.
Das ist wahr. Den inneren Frieden in deinem Herzen kannst du nicht kaufen.
Nur Gott kann ihn uns geben. Deshalb lehrt uns Jesus zu beten:
Vergib uns unsere Schuld.
Wir Menschen können nicht allein leben. Wir brauchen Gemeinschaft mit
anderen Menschen; mit der Familie, mit Kollegen, mit Nachbarn. Deshalb
erinnert uns Jesus, dass wir einander vergeben sollen.
Der Prophet Jeremia im Altes Testament sagte einmal:
Ich habe erkannt, Herr, dass ein Mensch nicht in der
Lage ist, seinen Lebensweg recht zu richten.
(Jeremia 10,23)
Wir brauchen Gottes Hilfe. Deshalb lehrte uns Jesus zu beten:
Führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns
von dem Bösen.
Michael Ponsford
mponsford@t-online.de