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Wo ist Gott?
Ein gehörloser Lausbub
ärgert seine gehörlose Mutter sehr. Denn er versteckt aus Übermut oft
einen Kochtopf, einen Löffel oder ihre Armbanduhr, so dass Mutter
lange Zeit braucht, um sie zu finden. Da der Bub von seinen dummen
Streichen nicht abzubringen ist, vertraut die Mutter ihre Kummer dem
Gehörlosenseelsorger an, der auch der Religionslehrer dieses Bubs ist.
Der Knirps wird zum
Gehörlosenseelsorger bestellt. Damit er erkennen kann, dass Gott
überall sehen kann, was die Menschen tun, fragt der Pastor ihn
gebärdend: "Wo ist Gott?" Jedoch gibt der Bub keine Antwort. Der
Pastor wiederholt zweimal seine Frage. Auch jedes Mal wieder keine
Antwort. Da verliert der Pastor die Geduld und gebärdet heftig: "Wo
ist Gott???" Da erschrickt der arme Lausbub und läuft nach Hause.
Zu Hause angekommen,
erzählt er seinem kleinen Bruder: "Der Pastor muss einen Schock gehabt
haben, denn er kann Gott nicht finden. Er glaubt, dass ich seinen Gott
versteckt habe..."

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Der DGS-scheue Papagei
Der Gehörlose Franz hat einen
Papagei gekauft. Er versucht, dem Papagei die DGS (Deutsche
Gebärdensprache) beizubringen. Aber dieser will nicht gebärden,
sondern lieber sprechen. Franz ärgert sich schwarz. Da hat er eine
tolle Idee. Er fährt mit dem Papagei zur Grenze. Dort sagt ihm ein
Zöllner, dass Papageien verzollt werden müssen. "Was kostet denn das?"
fragt Franz. "Lebende Papageien kosten 100 DM und tote Papageien nur 5
DM", antwortet der Zöllner. Darauf gestikuliert der Papagei heftig, so
dass einige Feder davonfliegen: "Franz, mach jetzt bloß keinen
Mist!!!

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Der gehörlose Papagei
Ein arbeitsloser Gehörloser hatte
durch das Stellenangebot in der Zeitung eine Stelle als
Lastwagenfahrer gefunden. Seine Aufgabe war, die Hühner aus Holland im
Lastwagen nach Süddeutschland zu bringen. Nach dem
Vorstellungsgespräch fragte er den Chef, ob er einen gehörlosen
Kollegen bekommen könne, da er mit ihm unterwegs gebärden möchte. "Ich
verstehe Sie gut, das ist mir aber zu teuer," lehnte der Chef ab.
"Aber ich habe einen gehörlosen Papagei, mit dem Sie sich im Lastwagen
unterhalten können. Er kann gebärden. Mein gehörloser Enkel hat ihn in
der Gebärdensprache unterrichtet. Toll, nicht wahr?".
So unterhielt er sich unterwegs im
Lastwagen mit dem Papagei. Er staunte nicht schlecht, dass dieser mit
den Flügeln toll gebärden konnte. Da stand eine hübsche Anhalterin am
Straßenrand. Der Gehörlose hielt an und fragte sie, ob sie gebärden
könne. Diese bejahte diese Frage. "Komm, steig ein", gab er ihr zu
verstehen. Er versuchte unterwegs, mit ihr zu gebärden. Es klappte
nicht. Sie konnte doch überhaupt nicht gebärden, sie wollte nur
mitgenommen werden. Da hielt der zornige Gehörlose scharf an und
gebärdete "Raus" zu ihr. Er fuhr weiter. Wieder eine hübsche
Anhalterin. Wieder hatte sie ihn belogen. Wieder rausgeschmissen. Der
Gehörlose gebärdete heftig zum Papagei: "Typisch Weib, lügt immer!"
Wieder stand da eine Anhalterin,
diesmal eine atemberaubende Schönheit mit traumhafter Figur.
"Natürlich kann ich gebärden, ich bin eine Dolmi", gebärdete sie dem
Gehörlosen zu. Mit wild pochendem Herzen unterhielt er sich lebhaft
mit der Dolmi. Da wollte der Papagei auch mitgebärden. "Du störst uns
nur," fuhr der Gehörlose ihn an. Er öffnete die Luke und stieß den
armen Papagei in den Raum mit den Hühnerkäfigen.
Eine Stunde später kam die Polizei
mit Blaulicht und hielt den Lastwagen an. Die Polizei sagte: "Aus
Ihrem Lastwagen sprangen nacheinander Hühner auf die Straße und wurden
von Autos überfahren." Der Gehörlose riss die Luke auf und schaute in
den Raum. Dort öffnete der Papagei jeden Hühnerkäfig, fragte jedes
Huhn, ob es gebärden könne, entließ es bei Bejahung in die Freiheit
und versuchte mit dem Huhn zu gebärden. Jedes Mal wurde der Papagei
auch belogen. Dieser gestikulierte heftig: "Typisch Weib, lügt immer,
Raaauuusss!!!

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Der Flaschengeist
Drei Gehörlose Manfred, Wolfgang und
Rainer befinden sich in einem Luxusschiff auf der Kreuzfahrt in der
herrlichen Südsee. Da bricht im Schiff ein Feuer aus. Schnell beginnt es
zu sinken. Nur drei Gehörlose können abspringen und wegschwimmen. Nach
mehreren Stunden entdeckt Wolfgang eine Insel. Total erschöpft können die
dreien sich auf diese Insel retten. Nun nehmen sie die Insel in
Augenschein. Nicht schlecht! Die Insel ist wahrhaftig ein Paradies. Denn
sie enthält zahlreiche Fruchtbäume und einige Quellen.
Nach einigen Tagen geht Rainer am Strand
spazieren. Da erblickt er vor sich eine seltsam geformte grüne Flasche,
die offenbar vom Meer an den Strand gespült worden ist. Neugierig hebt er
die Flasche auf. Drinnen sieht er einen Nebelschwaden, der sich hin und
wieder bewegt. Vom Grauen gepackt, lässt Rainer die Flasche fallen. Beim
Aufprallen auf dem Boden fliegt der Korken von der Flasche weg. Da schießt
aus der Flasche der graue Rauch hervor und wächst und wächst zu einem
großen Flaschengeist. Er blickt auf Rainer und gebärdet: „Ich weiß, dass
du gehörlos bist. Du hast mich auf dem Flaschengefängnis befreit. Als Dank
dafür darf jeder von euch nur einen Wunsch aussprechen, den ich erfüllen
will. Aber nur ein Wunsch pro Person! Dann verschwinde ich auf
Nimmerwiedersehen."
Da holt Rainer schnell Manfred und
Wolfgang. Nun gebärdet Rainer als erster seinen Wunsch: „Ich möchte zurück
zu meiner Familie zu Hause!" Der Flaschengeist hebt die Hand hoch und sagt
„Hokuspokus". Da verschwindet Rainer. Nun kommt Manfred an die Reihe: „Ich
möchte zurück zu meinem Clubheim der Gehörlosen!" Auch ihm wurde dieser
Wunsch erfüllt. Da bleibt Wolfgang allein übrig. Er gebärdet: „Hier ist es
sehr schön. Die Insel gefällt mir sehr gut. Ich kann hier leben, ohne
dafür arbeiten zu müssen. Daher möchte ich hier bleiben. Aber ich möchte
hier auch nicht allein sein. Mit wem soll ich sonst gebärden? Bitte
bringst du Rainer und Manfred wieder nach hier...

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Die Wette
Der Chef wirft vom Fenster seines Büros aus einen Blick
auf den Parkplatz. Da steht ein teures Sportauto Porsche. Von der
Sekretärin erfährt er, dass ein gehörloser Mitarbeiter der stolze Besitzer
dieses Autos ist. "Was??? Ich weiß, wie viel er hier verdient. Woher hat
er so viel Geld?" "Frag ihn mal!" "Gut, ich lasse ihn holen", erwidert der
Chef. Der Gehörlose sitzt vor dem Chef, und dieser fragt ihn: "Sie haben
ein tolles Auto. Woher haben Sie so viel Geld?" Der Gehörlose lächelt und
sagt: "Durch eine besondere Wette!".
"Welche Wette?"
"Ich schlage vor, wir schließen eine Wette ab. Dann
wissen Sie, warum ich so viel Geld bekommen habe."
"Ok!"
"Gut, ich wette um 1000 DM, dass Sie morgen Ihre beiden
Ohren verlieren und taub werden.", sagt der Gehörlose.
"Was? Meine beiden Ohren morgen weg?? Hahaha", krümmt
sich der Chef vor Lachen. "Ok, ich nehme diese Wette an." Als der
Gehörlose weg ist, sagte der Chef seiner Sekretärin: "Dieser gehörlose
Narr wird garantiert seine 1000 DM verlieren!"
Am nächsten Tag erscheint der Chef in der Fabrikhalle,
wo der Gehörlose arbeitet. Dieser sagt: "Ich hole jetzt meine Kollegen als
Zeugen und ich muss Ihre Ohren prüfen, ob sie nicht an Ihrem Kopf
angeklebt sind. Achtung: es kann weh tun." Vor den versammelten Kollegen
prüft der Gehörlose die Ohren des Chefs, indem er an jeder Seite das Ohr
hochzieht. Jedes Mal schreit der Chef "Au".
Der Gehörlose: "Sie haben die Wette gewonnen. Denn Sie
haben Ihre Ohren nicht verloren und auch nicht taub. Hier sind die 1000
DM!"
"Das habe ich mir doch gedacht! Aber die Frage, woher
Sie so viel Geld für das tolle Auto haben, ist noch immer nicht
beantwortet."
Der Gehörlose lächelt: "Jetzt sehen Sie die Antwort:
Ich habe mit jedem dieser 50 Kollegen um 1000 DM gewettet, dass es mir
geling, dem Chef beide Ohren langzuziehen...

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