Warum gibt es nur auf der Erde Leben?

Die Erde ist wirklich
ein faszinierender Planet! - Vom Weltraum aus gesehen erscheint die Erde
mit ihrem blauen Himmel und ihren weißen Wolken wie eine schöne blaue
Perle im pechschwarzen unendlichen Weltall. Jedesmal, wenn die Astronauten
im Raumschiff um die Erde kreisen, sind diese Menschen von der
einzigartigen Schönheit der Erde stark beeindruckt. Sie sagten immer
wieder, daß sie diesen Anblick nie vergessen würden. Sehr interessant ist
auch die Feststellung, daß die Erde der einzige Planet in unserem
Sonnensystem ist, auf dem Leben möglich ist. Und welch erstaunliche
Vielfalt findet man in der belebten Welt: Mikroorganismen (sehr kleine
pflanzliche oder tierische Lebewesen, z.B. Bakterien), Insekten, Pflanzen,
Fische, Vögel, Säugetiere und Menschen! Komplizierte Systeme, die
hervorragend aufeinander abgestimmt sind, sorgen für Licht, Luft, Wärme,
Wasser und Nahrung, um das Leben auf der Erde ständig zu erhalten.
Die Wissenschaftler
haben untersucht, welche Bedingungen erfüllt werden müssen, damit auf
einem Planet das Leben mit seiner Vielfalt überhaupt möglich ist.
Die Stellung unseres Sonnensystems in der Galaxis ist für die Entfaltung des Lebens optimal:

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Tödliche Röntgen– und
Gammastrahlung durchflutet dieses galaktische Zentrum. Dort herrscht
eine hohe Sterndichte.
Nahe Sternbegegnungen wirbeln Wolken von Kometen und Asteroiden auf.
Diese bombardieren dort kreisende Planeten, Leben würde schnell
ausgelöscht. |
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Die meisten Bereiche
in unserer Galaxie sind lebensfeindlich. Nur in diesem schmalen Band
(= Lebenszone) können komplexe
Lebewesen existieren. |
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Dort können nur
kleine Körper entstehen. Aber ihre Schwerkraft reicht nicht aus, um
Ozeane und Atmosphäre zu halten. |
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In diesen Rändern der
Milchstraße enthalten Gaswolken und Sterne nicht genug schwere
Elemente, um Gesteinsplaneten von der Größe und mit den
Eigenschaften der Erde zu bilden. |
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Unser
Sonnensystem liegt in dieser Lebenszone. |
Die richtige Masse der Sonne

Annahme: Ist
die Sonne leichter und damit weniger leuchtkräftig, könnte sie nur sehr
naheliegende Planeten ausreichend mit Wärme bestrahlen.
Planeten in
engen Umlaufbahnen sind in der Schwerkraft der Sonne so stark gefangen,
dass sie nicht mehr schnell genug rotieren, um eine gleichmäßige
Temperatur von weniger als 100 Grad Celsius zu erreichen.
Der richtige Abstand zur Sonne
Ohne Licht und
Wärme von der Sonne ist Leben auf der Erde unmöglich.
Im Weltraum herrscht eine Kälte von unter
minus 250 Grad Celsius. Aber unsere Sonne ist ein gewaltiger und sehr
heißer Feuerball mit einem Durchmesser von 1,4 Millionen Kilometern. Sie
besteht aus 75 % Wasserstoff, 23 % Helium und zu 2 % aus schweren
Elementen, wie z.B. Eisen, Kohlenstoff usw. Die Temperatur an der
Sonnenoberfläche beträgt etwa 5700 Grad Celsius, im Sonneninneren etwa 20
Millionen Grad Celsius. Daher ist es verständlich, daß die Erde von der
Sonne über eine gewaltige Entfernung noch Licht und Wärme empfangen kann.
Die Erde hat wunderbarerweise ganz genau den richtigen Abstand von der
Sonne, um die für die Erhaltung des Lebens erforderliche Menge Energie zu
erhalten. Wäre die Erde der Sonne näher, so würde alles Leben auf der
Erde durch Verbrennen vernichtet; wäre die Erde von der Sonne weiter
entfernt, so würde alles Leben durch Erfrieren zugrunde gehen.
Die richtige Umlaufgeschwindigkeit der Erde

106.000 km pro Stunde
Die Erde kreist einmal
während eines Jahres (365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten, 46 Sekunden) um die
Sonne. Dabei bewegt sie sich mit einer Geschwindigkeit von ungefähr
106.000 Kilometern in der Stunde (29,8 km in der Sekunde) durch den
Weltraum. Würde diese Umlaufgeschwindigkeit geringer, würde die Sonne die
Erde näher an sich heranziehen, und die Erde würde sich mit der Zeit in
einen Wüstenplanet verwandeln. Würde die Umlaufgeschwindigkeit dagegen
größer, würde die Erde sich weiter von der Sonne entfernen und sich in
einen Eisplaneten verwandeln. In beiden Fällen wäre das Leben nicht
möglich.
Warum sich die Erde dreht

Doch der genau richtige
Abstand zwischen Erde und Sonne genügt nicht allein. Würde während des
Umlaufs der Erde um die Sonne immer nur eine Seite unseres Planten von der
Sonne beschienen, so steigerte sich dort die Temperatur so stark, daß auf
dieser Seite offensichtlich eine heiße Wüste entstünde, und auf der
entgegengesetzten Seite der Erde herrschten ewige Nacht und Weltraumkälte
(unter 250 Grad Celsius!). Um dies zu verhindern, dreht sich die Erde
innerhalb von 24 Stunden einmal um die eigene Achse. Dadurch wechseln sich
Helligkeit und Dunkelheit periodisch ab. Dabei hat die Erde auch wieder
genau die richtige Rotationsgeschwindigkeit. Was würde geschehen, wenn
sich die Erde langsamer um die eigene Achse drehen würde? Dann würde der
Tag länger und dadurch würde die Erwärmung noch stärker. Ebenso würde die
Nacht länger, und die Abkühlung würde noch mehr zunehmen. Das können wir
uns mit einem alltäglichen Beispiel klarmachen: Wir drehen ein Hähnchen am
Sprieß mit einer ganz bestimmten Geschwindigkeit, damit es schön
gleichmäßig braun wird.
Warum steht die Erdachse schräg
Auch die Rotationsachse
der Erde (Erdachse) zur Ebene der Erdbahn um die Sonne spielt eine sehr
wichtige Rolle. Stünde die Erdachse senkrecht auf der Ebene der
Umlaufbahn, dann gäbe es keinen Wechsel der Jahreszeiten (Winter -
Frühling - Sommer - Herbst) und keine Milderung des Klimas zwischen dem
Äquator und den Polen. Weite Landschaften würden dadurch unbewohnbar sein.
Läge die Erdachse
dagegen in der Ebene der Erdumlaufbahn, dann wäre auf einem großen Teil
der Erdoberfläche ein halbes Jahr lang Tag und auf der anderen Seite eine
ebenso lange Nacht. Bei dieser Achslage würden auf der Tagseite
unerträgliche heiße und auf der Nachtseite lebensfeindlich kalte
Temperatur herrschen.
Die Wissenschaftler
haben berechnet, bei welchem Neigungsgrad sich das Leben auf der Erde am
besten entfalten kann. Das Ergebnis war, daß die optimale Erdachse
zwischen 23 und 24 Grad liegt. Erstaunlich ist, daß die tatsächliche
Neigung der Erde gerade 23,5 Grad beträgt! Wäre die Neigung viel größer
als 23,4 Grad, würde dies zu extrem heißen Sommern und extrem kalten
Wintern führen.
Warum die Erde einen Mond hat
Unser Planet hat einen
Mond. Dieser hat einen Durchmesser von 3476 Kilometern und kreist um die
Erde in einer mittleren Entfernung von 380 000 Kilometern. Der Mond ist
eine trockene, unbelebte Welt, die keine Lufthülle besitzt. Die
Schwerkraft des Mondes beträgt nur ein Sechstel der auf der Erde gewohnten
Schwerkraft. Die Erde wiegt 81mal soviel wie der Mond. Für einen Umlauf um
die Erde braucht der Mond 27 Tage, sieben Stunden, 43 Minuten und 11,5
Sekunden. Warum hatte Gott den Mond erschaffen und ihn um die Erde kreisen
lassen?

Der Mond hält die
Drehachse (= Rotationsachse) der Erde stabil auf ihrem Neigungswinkel von
23 Grad. Ohne ihn würde die Erdrotationsachse nach den Gesetzmäßigkeiten
der Chaostheorie im Raum taumeln. Das wäre der Tod für alles Leben auf der
Erde! Wenn irgendwo im Universum ein Planet das Leben in seinem Vielfalt
trägen sollte, müßte er einen relativ großen Mond haben, der die
Taumelbewegung der Rotationsachse des Planeten verhindert!

Der Mond verhindert die Taumelbewegung
der Erde
Betrachten wir die Weltmeere. Wir wissen ja
alle, daß stehende Gewässer allmählich stinkend werden, weil darin
abgestorbene Lebewesen mit der Zeit in Fäulnis übergehen. Der Mond hat
auch die Aufgabe, diese Verschmutzung der Meere dauerhaft zu verhindern,
Der Mond zieht bei seinem Umlauf die Wassermassen der Weltmeere mit
Riesenkräften auf sich zu. Er hebt sie dabei stets fünf bis sechs Meter in
die Höhe und läßt sie langsam wieder zurücksinken. So heben und senken
sich also alle zwölf Stunden die Spiegel der Weltmeere. Dabei werden ihre
Wassermassen bis in große Tiefen durcheinandergewühlt. So bleibt das
Wasser in den Ozeanen immer frisch bleibt.

Bei diesem Spiel von
Ebbe und Flut beachte man, wie wunderbar genau diese Riesenkräfte
berechnet sind. Wäre der Mond nur halb so weit entfernt oder ein paarmal
größer, würde dies zu ständigen katastrophalen Überschwemmungen führen.
Wäre er zu klein, könnte er seine Aufgabe nicht oder nur ungenügend
erfüllen.
Das Magnetfeld der Erde
Das Magnetfeld der Erde schützt das Leben vor
dem kosmischen Teilchen-Bombardement (Sonnenwind, kosmische Strahlung). Es
ist eine unentbehrliche Voraussetzung für die Bewahrung des Lebens.
Jupiter - eine Kometenfalle

Jupiter dient als Wachposten für die Erde. Er
schleudert mittels seiner Schwerkraft Asteroiden und Kometen zurück ins
All oder schluckt sie. Dadurch wird die Erde vor verheerenden Einschlägen
geschützt. Gäbe es diesen Jupiter nicht, wäre das kosmische Bombardement
auf der Erde etwa 10.000 mal stärker. Das
Leben auf der Erde wäre vernichtet.
Alles nur Zufall???
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Alles nur ein purer
Zufall??? Eine Zumutung für unseren Verstand! Hat die Erde aus purem
Zufall genau den richtigen Abstand zur Sonne? Ist es ein Zufall, daß die
Erde sich alle 24 Stunden um ihre Achse dreht und die richtige
Rotationsgeschwindigkeit hat? Ist es dem Zufall zuzuschreiben, dass die
Erde die richtige Umlaufgeschwindigkeit hat? Ist es dem Zufall zu
verdanken, daß die Erde einen genau richtigen Neigungswinkel von 23 Grad
hat? Hat die Erde durch Zufall einen Mond bekommen? Ist es zufällig, dass
unser Mond die richtige Masse hat? Es ist sehr
unwahrscheinlich, dass der kleine Planet wie die Erde einen relativ großen
Mond bekommt! Diese Kette von Zufällen ist sehr, sehr unwahrscheinlich!
Es muss einen Gott geben, der alles erschaffen hatte. Dieser Artikel zeigt
eindrücklich, dass die Menschen wohl in der Lage sind, die Spuren der
Schöpfertätigkeit Gottes zu erkennen. Paulus schrieb:
"Dabei
wissen sie ganz genau, dass es Gott gibt, er selbst hat ihnen dieses Wissen
gegeben. Gott ist zwar unsichtbar, doch an seinen Werken, der Schöpfung,
haben die Menschen seit jeher seine göttliche Macht und Größe sehen und
erfahren können. Deshalb kann sich niemand damit entschuldigen, dass er von
Gott nichts gewusst hat." (Römer 1,19-20 Hoffnung für alle)
"Gott
blickt vom Himmel herab auf die Menschen. Ob einer da ist, will er sehen,
einer, der Verstand hat und nach ihm fragt." (Psalm 14, 1-2)
Hans-Holger Miebach |