Hinweise in der Natur auf den Schöpfer
(Design-Signale)

Ein bekannter Evolutionsbiologe John Maynard Smith1 hat einmal ausgedrückt:
 
"Die Natur zu betrachten bringt zum Staunen, wirklich. Wenn Sie Vögel oder Wildblumen betrachten, und nicht ein gewisses Staunen empfinden, dann stimmt etwas nicht."


Abb 1: Wildblumen


Abb. 2: Pfau

Wirklich! Ergeht es uns auch nicht, wenn wir die Schönheit eines Pfaus oder bei der Bergwanderung die herrlichen Alpenwiesenblumen betrachten? In solchen Fällen drängen sich uns unvermeidlich die Fragen auf, ob sie nicht deutliche Hinweise auf den Schöpfer sind? Allgemein ausgedrückt: Enthält die Natur die Spuren, die deutlich auf einen genialen Schöpfer hinweisen? Die Evolutionsbiologen bestreiten dies vehement und verweisen auf bekannte "Evolutionsbeweise". Besonders die Ähnlichkeit der Lebewesen wird als starkes "Evolutionsbeweis" hervorgehoben. Jedoch zeigen die Lebewesen auch tiefgreifende Unterschiede, die nicht durch Evolutionsprozesse erklärt werden können. Dies brachte Walter ReMine2 dazu, eine so genannte "Message-Theorie" zu entwickeln. Der Kerngedanke dieser Theorie lautet:

  • Einerseits lässt die mehr oder weniger auffallende Ähnlichkeit der Lebewesen auf allen biologischen Ebenen nur eine einzige Schlussfolgerung zu, dass alle Lebewesen einen gemeinsamen Ursprung haben müssen. Dieser gemeinsame Ursprung kann grundsätzlich entweder durch gemeinsame Abstammung (Evolution) oder durch einheitliche Planung (Schöpfung) erklärt werden.
     

  • Andererseits erschwert die Unterschiedlichkeit der Lebewesen aber die Erklärung dieses Ursprunges durch natürliche Vorgänge (Makro-Evolution) sehr oder macht sie sogar unmöglich.

Somit weisen beide Aspekte zusammen auf einen absichtsvoll schaffenden Designer (Schöpfer) hin. ReMine nennt dies die "Lebensbotschaft" und ist davon überzeugt, dass die Lebewesen bewusst so konstruiert wurden, dass man an ihnen diese Lebensbotschaft erkennen kann. Solche Merkmale der Lebewesen, die nicht naturalistisch erklärt werden können und somit auf den Schöpfer hinweisen, werden "Design-Signale" genannt.

Die genaue Definition dieses Begriffes lautet3:

Design-Signale sind solche Strukturen,
  • deren Entstehung durch bekannte Mechanismen unbekannt ist, oder

  • deren Konstruktionsmerkmale ausgefallener sind, als die Funktion der Struktur erwarten lässt, oder

  • deren Schönheit nicht nur durch Funktionalität bedingt ist.

Trotz einer Annahme eines Schöpfers kann man das Konzept der Design-Signale als "naturwissenschaftlich" betrachten, da es durch Fakten geprüft und gegebenenfalls widerlegt werden kann. Sollte es gelingen, ein vermeintliches Design-Signal durch Zufall und/oder Naturgesetze zu erklären, so ist das Design-Konzept in diesem Fall widerlegt.

Es gibt in der Natur unzählige Beispiele, die als Design-Signale in Frage kommen können:

Das Kannenblatt der Kannenpflanze Nepenthes
Ein schier unlösbares Treibstoffproblem
Über Spechte spricht man lieber nicht!
Warum umständlich, wenn's auch einfach geht?
Schönheit und Zweckmäßigkeit

1 Spektrum Lehrbuch "Biologie", Spektrum Akademiker Verlag, S. 434
2 The Biotic Message, Walter J. ReMine
3 Evolution - ein kritisches Lehrbuch, R. Junker, S. Scherer, 5. Auflage, S. 297