Die Gleichnisse Jesu Christi – 20. Teil

Die Gleichnisse über die Wiederkunft Jesu Christi

Das Gleichnis von den anvertrauten Talenten und Pfunden

Der Apostel Paulusschrieb:

Ihr habt euch zu Gott bekehrt, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen, und um seinen Sohn aus dem Himmel zu erwarten.

1. Thessalonicher 1,9-10

Wir warten, bis unser Herr Jesus Christus wiederkommt. Wir wissen nicht, wenn der Herr  wiederkommt. Deshalb sollten wir immer bereit sein.

Wir warten auf die Wiederkunft unsers Herrn. Während wir warten, sollten wir wir dem Herrn dienen. Darüber hat der Herr Jesus zwei Gleichnisse erzählt. Das eine ist das Gleichnis der Talente. Man findet es im Matthäusevangelium, Kapitel 25, die Verse 14 bis 30. Das andere ist das Gleichnis der Pfunde. Man findet es im Lukasevangelium, Kapitel 19, Verse 11 bis 27.

Heute bedeutet das Wort Talent eine Begabung. Wir sagen von einem Sportler, von einem Schauspieler oder von einer Sängerin: Er oder sie hat viel Talent. In der Zeit Jesu war das Talent ein Geldstück aus Silber.

In Europa ist das Pfund ein altes Gewicht. Wir kaufen zum Beispiel ein Pfund Fleisch. Das heißt 500g. In England ist das Pfund auch Geld.

Die zwei Gleichnisse im Matthäus- und Lukasevangelium sind sehr ähnlich. Ein reicher Mann ging auf einer langen Reise. Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an. Bei Matthäus waren es drei Diener, bei Lukas zehn. Bei Lukas bekam jeder Diener den gleichen Betrag: ein Pfund. Bei Matthäus bekamen die Diener unterschiedliche Geldbeträge: einer bekam fünf Talente, einer zwei, einer nur eins. Mit dem Geld sollten sie handeln, bis ihr Herr zurückkommt.

Als der Herr zurückkam, rief er seine Diener zu sich. Sie sollten erzählen, was sie mit dem Geld gemacht hatten. Ein Diener hatte aus dem einen Pfund zehn weitere dazu verdient. Sein Herr lobte ihn und setzte ihn über zehn Städte. Der Diener mit fünf Talente hatte weitere fünf dazu verdient. Sein Herr sagte:

Du böser und fauler Knecht! Nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat! Wer hat, dem wird gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, von ihm wird auch das genommen werden, was er hat. Den unnützen Knecht werft hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird das Heulen und Zähneknirschen sein.

Matthäus 25,26.28.30; Lukas 19,26

Gott hat uns Menschen verschiedene Gaben gegeben. Einer kann zum Beispiel gut reden oder Briefe schreiben. Ein anderer ist ein guter Handwerker. Eine andere kann gut mit Kindern oder mit kranken Menschen umgehen. Wir können diese Gaben gebrauchen, um Gott zu dienen und um anderen Menschen zu helfen.

Auch in der christlichen Gemeinde gibt es unterschiedliche Gaben. Der Apostel Petrus spricht davon:

Gott hat jedem von euch Gaben geschenkt, um einander zu dienen. Wenn jemand redet, dann rede er so, als spricht Gott selbst durch ihn. Wenn sich jemand für andere einsetzt, dann tue er das mit der Kraft, die Gott ihm gibt.

1. Petrus 4,10-11 NLB

Mehr über diese Gaben liest man bei dem Apostel Paulus im Römerbrief Kapitel 12 und im ersten Korintherbrief, Kapitel 12 und 14.

Im Gleichnis hat ein Diener das Geld seines Herrn nicht gebraucht. Statt dessen hat er es versteckt. Sein Herr war darüber sehr böse:

Du böser und fauler Knecht! Nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat! Wer hat, dem wird gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, von ihm wird auch das genommen werden, was er hat. Den unnützen Knecht werft hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird das Heulen und Zähneknirschen sein.

Matthäus 25,26.28.30; Lukas 19,26

Wir müssen diese Worte unsers Herrn Jesus Christus sehr ernst nehmen. Gott hat jedem und jeder von uns Gaben und Fähigkeiten gegeben. Viele Menschen nutzen diese Gaben nur für sich. Sie nutzen ihre Fähigkeiten um im Beruf voranzukommen. Oder um Geld zu verdienen. Oder ihr Haus zu bauen. Oder für ihre Hobbys.

Wer nur für sich selbst lebt, wird in der Ewigkeit in der äußersten Finsternis sein. Das heißt: ewig verloren!

Der Herr möchte, dass wir unsere Gaben einsetzen, um Ihm zu dienen und um anderen Menschen zu helfen. Wie das aussehen kann, lesen wir im Gleichnis der Schafe und der Böcke.

Michael Ponsford
mponsford@t-online.de

Fortsetzung folgt!